Peugeot 504-Nostalgie von Volker Mehs

Volker Mehs hat meine Seite über eine holländische Peugeot-Seite entdeckt, und da fiel ihm sein Peugeot 504 L ein, den er von 1978 bis 1982 fuhr. Dazu und zu seinem Peugeot 305 S5, den er nunmehr seit 22 Jahren fährt (!), hat er mir die folgende Geschichte geschickt.

Nachdem ich 1968 meinen Käfer gegen einen Peugeot 404 mit 70 PS tauschte, erlebte ich, was gemütliches Autofahren bedeutet. Entgegen den heutigen Karosserieformen, bei denen man das Ende des Fahrzeugs erahnen muss, konnte ich über die "Peilspitzen" der Kotflügel wirklich zentimetergenau die Ausdehnung feststellen. Ich zog zu meiner späteren Frau und gab den 404 an meinen Vater weiter, der ihn bis zum TÜV-Ende 1974 weiterfuhr. Da der Wagen ohne Garage ca. 15 Meter vom Ostseestrand entfernt dem Wetter ausgesetzt war, verzweifelte das Blech am Rost.

Aus der Verwandtschaft erwarben wir eine Peugeot 204-Limousine und tauschten diese 1974 gegen einen 204 Break. In diesem konnten wir unser Kind mit Sack und Pack (und Spielzeug und Dreirad und Bollerwagen und...) mitnehmen.

 Im April 1978 wurde mir von der Werkstatt ein Peugeot 504 L, Baujahr 1975, angeboten. Wieder hatten wir das 404-Gefühl, jetzt aber in anderer Karosserie. Selbst meine Frau hat diesen Wagen sehr gerne gefahren, und vielleicht kann ich sie eines Tages mal wieder davon überzeugen, einen 504 anzuschaffen. Selbst im Schneewinter 1978/1979 ließ er uns nicht im Stich. Der Wind hatte über Nacht zum 01.01.1979 derart viel Schnee durch die Frontmaske eingeblasen, dass der Motor total "eingepackt" war. Trotzdem sprang der Wagen an, lief einige Zeit auf zwei Zylindern, dann spielten nacheinander auch Zylinder 3 und 4 mit.

Im Juli 1982 waren wir in Österreich im Urlaub. Auf der Rückfahrt nach Hause wollte der "L" nicht wieder aufhören, zu laufen, bis es einen lauten Knall am Irschenberg gab. Vermutlich waren dem Motor acht Ventile zu viel, eins davon hatte er dem Kolben zum Fressen gegeben.

Dass dieses dem Motor nicht gut tat, werden alle verstehen können. Zum Glück kam der Abschleppwagen aus der Peugeot-Werkstatt in Sulzemoos (Kreis Dachau) und hatte einige Wagen zum Verkauf auf dem Hof stehen.

Der Urlaub näherte sich dem Ende, viel Zeit für  eine Motorreparatur blieb nicht und wir entschieden uns für einen 2 Jahre alten Peugeot 305 S mit 75 PS. Erstaunlicherweise konnten wir alle Gepäckstücke aus dem 504-Kofferraum auch im Gepäckfach des 305 unterbringen, so dass ich 1988 einem verlockenden Angebot, einem 305 S5 mit 90 PS, Baujahr 1985, nicht widerstehen konnte. Diesen fahre ich nun im 22. Jahr und denke, dass er noch lange durchhalten wird.

 Soweit meine Geschichte. Die Fotos wurden 1981 beim Urlaub in Dänemark gemacht. (Dabei trug ich die kurzen Hosen)

 Schöne Grüße

Volker Mehs

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